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Startschuss für AVATAR-Transfer: InfectoGnostics und Navimatix führen Thüringer Konsortium in die Umsetzungsphase

Anfang 2026 startet mit AVATAR-Transfer ein neues Verbundvorhaben, das Forschungsergebnisse zur sicheren Nutzung sensibler Gesundheitsdaten konsequent in die Praxis überführt. Das Projekt baut auf dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt AVATAR auf und wird über die nächsten drei Jahre vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 8,7 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam koordiniert wird das Verbundprojekt vom InfectoGnostics Forschungscampus Jena und der Navimatix GmbH.

Nachricht | 09.01.2026
Eine generische Abbildung ohne Beschreibung

Das Forschungsprojekt „AVATAR-Transfer“ ist bewilligt und wurde am 1. Januar 2026 gestartet – mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028. Als Folgeprojekt des kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Vorgängerprojekts „AVATAR“ überführt AVATAR-Transfer zentrale Forschungsergebnisse systematisch in konkrete Anwendungen der Medizin und Gesundheitswirtschaft. Durch die enge Einbindung von Industriepartnern soll mit AVATAR-Transfer eine voll funktionsfähige Plattform zur anonymisierten Datenverarbeitung entstehen, die auf die Bedarfe der Wirtschaft abgestimmt ist.

Wirtschaftsnahe Weiterentwicklung: Transfer in konkrete Anwendungen

Koordiniert wird das Projekt gemeinsam von der Navimatix GmbH und dem InfectoGnostics Forschungscampus Jena. Insgesamt sind 16 Partnerinstitutionen aus Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft, Netzwerken und Recht beteiligt. Diese Breite stellt sicher, dass Innovationen von Beginn an praxisnah, rechtlich belastbar und gesellschaftlich anschlussfähig entwickelt werden. Gemeinsam widmet sich das Konsortium allen relevanten Fragestellungen rund um die Nutzung von anonymisierten und pseudonymisierten Gesundheitsdaten in Forschung, Entwicklung und Anwendung.

Im Mittelpunkt des neuen Vorhabens stehen vier Anwendungsfelder: von der Therapieunterstützung und Rehabilitation in der Augenheilkunde, über die Medizintechnik und Post-Market Surveillance bis hin zur Infektionsforschung. Ziel ist es, innovative Technologien zur Anonymisierung und datenschutzkonformen Nutzung sensibler Gesundheitsdaten weiterzuentwickeln und in realen Anwendungsszenarien zu erproben. Der zentral im Projekt entwickelte „Orchestrator“, der schützenswerte Daten anonym verarbeitet, soll weiter ausgebaut werden und könnte zukünftig auch Einsatz in Bereichen außerhalb der Medizin finden.

Starkes Konsortium für Thüringen

Dr. Jens Hellwage, Projekt-Koordinator von AVATAR-Transfer und InfectoGnostics-Geschäftsführer, betont: „Die enge Zusammenarbeit verschiedener hochspezialisierter Partner aus Thüringen schafft die Voraussetzungen, um Gesundheitsdaten sicher, verantwortungsvoll und zugleich innovationsfördernd nutzbar zu machen. Wir wollen so den wirtschaftlichen Wandel in Thüringen durch die Verknüpfung von Stärken in den Bereichen Digitalisierung, Medizin und Biotechnologie vorantreiben.“

Dr. Florian Rasche, technischer Leiter von AVATAR-Transfer bei der Navimatix GmbH, ergänzt: „Das Forschungsvorhaben ermöglicht den Einsatz und die Weiterentwicklung innovativer Softwaretechnologien, wie komplexer Anonymisierungsverfahren und automatisierter Software-Sicherheitsaudits. Dabei behalten wir die Anforderungen unserer medizinischen Anwendungspartner im Blick und stellen durch die juristische Analyse Rechtssicherheit her.“